Mehr als ein Name: Was hinter dem Begriff ILLUMIS steckt

Wenn ich mit meiner Kamera unterwegs bin, suche ich inzwischen nur noch selten nach dem perfekten, gestochen scharfen Abbild der Welt. Mich fasziniert vielmehr das, was dazwischen liegt: das Flüchtige, die feinen Zwischentöne und die Stimmung eines Moments. Als ich begann, meine verschiedenen Bildserien zu ordnen, meine nächste Ausstellung „Urbane Räume - Dresden & Pirna“ vorzubereiten und die einzelnen Galerien für mein Online-Portfolio aufzubauen, suchte ich nach einem übergeordneten Namen - einem Begriff, der all meine Arbeiten verbindet und ihnen einen gemeinsamen Raum gibt. So ist der Titel ILLUMIS entstanden. 

Für mich ist ILLUMIS weit mehr als nur ein schöner Name, sondern eine für mich stimmige Formel: Tief im Wortinneren steckt das lateinische Wort für Licht - lumen. Und genau um dieses Licht dreht sich in meiner Fotografie alles. Verbunden mit dem Spielerischen der Illusion (lateinisch illusio) entsteht daraus ein Begriff, der zusammen mit meiner Unterzeile „Licht · Bewegung · Illusion“ das Wesentliche meiner Arbeit auf den Punkt bringt, ganz ohne lange Erklärungen. 

Auch in der Typografie spiegelt sich dieser Gedanke wider. Das M in der Mitte gibt dem Schriftzug einen festen visuellen Schwerpunkt und Ruhe. Von dort aus durchbrechen feine Schnitte und Risse die Buchstaben. Sie greifen genau das auf, was bei meinen Aufnahmen passiert: Starre Formen lösen sich auf, sobald Bewegung hinzukommt, und das Licht bricht sich Bahn. 

ILLUMIS bildet heute das gemeinsame Dach über all den unterschiedlichen Galerien in meinem Portfolio, denn auch wenn die Themen wechseln, bleibt der Kern meiner Arbeit immer der gleiche: das Sichtbarmachen von Stimmungen, Bewegung und Licht.

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